Dachdämmung in Berlinweniger Heizkosten, erträglicher Sommer
Über ein ungedämmtes Dach geht ein erheblicher Teil der Heizwärme verloren – und im Sommer staut sich die Hitze unterm Dach. Wir dämmen zwischen, auf oder unter den Sparren, blasen ein oder dämmen die oberste Geschossdecke, je nachdem was bei Ihnen sinnvoll ist.
Dämmung im Überblick
Die günstigste Dämmung ist die, die Sie nicht doppelt bezahlen
Der Zeitpunkt entscheidet über die Kosten. Wird das Dach ohnehin neu gedeckt, kostet die Dämmung einen Bruchteil dessen, was sie als Einzelmaßnahme mit eigenem Gerüst später kosten würde. Umgekehrt lohnt es sich selten, ein intaktes Dach nur für die Dämmung zu öffnen – dann führt der Weg von innen oder über die oberste Geschossdecke.
- Was am Dach vorhanden ist und ob es tragfähig bleibt
- Ob der Dachraum beheizt wird oder nur Abstellfläche ist
- Ob die Innenverkleidung bleiben soll oder ohnehin raus muss
- Wo die luftdichte Ebene liegt und ob sie intakt ist
- Welche Anforderungen und Förderprogramme greifen

Leistungsumfang
Die Wege, ein Dach zu dämmen
Welcher davon bei Ihnen passt, hängt weniger vom Budget ab als davon, was am Dach gerade ohnehin passiert.
Zwischensparrendämmung
Der Dämmstoff wird von innen zwischen die Sparren geklemmt. Das ist der klassische Weg beim Dachgeschossausbau und meist die günstigste Variante, weil kein Gerüst und keine Arbeiten am Dach von außen nötig sind. Die Sparrenhöhe begrenzt allerdings die Dämmstärke, und an jedem Sparren entsteht eine Wärmebrücke, weil Holz schlechter dämmt als der Dämmstoff daneben. In der Praxis kombinieren wir das deshalb häufig mit einer dünnen Untersparrenlage, die diese Brücken überdeckt.
- Arbeiten von innen, kein Gerüst nötig
- Günstigste Variante bei ohnehin offener Innenseite
- Dämmstärke durch die Sparrenhöhe begrenzt
- Dampfbremse und luftdichte Ebene gehören dazu
- Oft kombiniert mit Untersparrendämmung
Aufsparrendämmung
Die Dämmung liegt als durchgehende Ebene oberhalb der Sparren, unter der Lattung. Bauphysikalisch die beste Lösung, weil keine Wärmebrücken durch das Holz entstehen und die luftdichte Ebene durchgehend verlegt werden kann. Der große Vorteil im Bestand: Die Innenverkleidung bleibt, wo sie ist – für bewohnte Dachgeschosse ist das oft das Entscheidende. Voraussetzung ist, dass das Dach ohnehin neu gedeckt wird, denn dafür muss die Deckung komplett herunter.
- Durchgehende Ebene ohne Wärmebrücken
- Innenverkleidung kann bleiben
- Nur bei Neueindeckung sinnvoll
- Dachfläche wird sichtbar höher, Anschlüsse ändern sich
- Beste Wirkung gegen sommerliche Hitze
Untersparrendämmung
Eine zusätzliche Lage unterhalb der Sparren, meist zwischen einer Lattung, auf der später die Innenverkleidung sitzt. Sie überdeckt die Wärmebrücken an den Sparren und schafft gleichzeitig Raum für Leitungen, ohne dass die Dampfbremse durchstoßen wird. Als alleinige Maßnahme reicht sie selten, in Kombination mit einer Zwischensparrendämmung bringt sie aber spürbar mehr, als die Stärke vermuten lässt. Sie kostet allerdings Raumhöhe, was in niedrigen Dachgeschossen den Ausschlag geben kann.
- Überdeckt die Wärmebrücken an den Sparren
- Installationsebene für Leitungen
- Dampfbremse bleibt unbeschädigt
- Sinnvoll als Ergänzung, selten allein
- Kostet einige Zentimeter Raumhöhe
Einblasdämmung
Loser Dämmstoff wird über kleine Öffnungen in vorhandene Hohlräume eingeblasen und füllt sie fugenlos aus. Das ist die schnellste und am wenigsten störende Variante, weil weder Deckung noch Innenverkleidung entfernt werden müssen. Sie setzt voraus, dass ein geschlossener Hohlraum existiert und dass er frei von Feuchte ist. Wir prüfen das vorab mit einer Kamera oder einer Probeöffnung, denn eingeblasener Dämmstoff in einem feuchten Hohlraum verschlimmert das Problem, statt es zu lösen.
- Ohne Abtrag der Deckung oder Verkleidung
- Fugenlose Verfüllung vorhandener Hohlräume
- Meist an einem Tag erledigt
- Vorherige Prüfung auf Feuchte und Hohlraum
- Nicht geeignet bei offenem oder feuchtem Aufbau
Oberste Geschossdecke
Wird der Dachraum nicht beheizt und auch nicht bewohnt, ist die Dämmung der obersten Geschossdecke fast immer der bessere Weg: weniger Fläche, weniger Aufwand, schnellere Amortisation. Je nach Nutzung wird der Dämmstoff lose ausgelegt, zwischen einer Lagerhölzung verlegt oder mit begehbaren Platten überdeckt, wenn der Boden weiter als Abstellfläche dienen soll. Für viele Bestandsgebäude besteht hier ohnehin eine Nachrüstpflicht, wenn die Decke nicht bereits einen Mindestwärmeschutz erfüllt.
- Deutlich günstiger als die Dachfläche
- Lose Schüttung, Platten oder Matten
- Begehbare Ausführung als Abstellfläche möglich
- Meist ohne Gerüst umsetzbar
- Nachrüstpflicht im Bestand häufig gegeben
Luftdichtheit und Dampfbremse
Die beste Dämmung nützt wenig, wenn warme, feuchte Raumluft durch Fugen in den Aufbau strömt. Dort kühlt sie ab, der Wasserdampf schlägt sich nieder und über die Jahre entsteht Schaden im Holz, den man von außen nicht sieht. Deshalb gehört zu jeder Dämmung von innen eine Dampfbremse mit sauber verklebten Stößen und Anschlüssen an Wände, Fenster und Durchdringungen. Auf Wunsch lassen wir das Ergebnis mit einer Luftdichtheitsmessung nachweisen – bei geförderten Maßnahmen ist das ohnehin oft verlangt.
- Dampfbremse mit verklebten Stößen
- Saubere Anschlüsse an Wand, Fenster und Rohre
- Installationsebene, damit nichts durchstoßen wird
- Schutz vor Feuchteschäden im Holz
- Luftdichtheitsmessung auf Wunsch
Dämmstoffe
Welcher Dämmstoff kommt ins Dach?
Alle vier dämmen im Winter zuverlässig. Die Unterschiede zeigen sich beim Hitzeschutz im Sommer, beim Platzbedarf und beim Preis.
Mineralwolle
Glas- oder Steinwolle, der meistverbaute Dämmstoff im Dach. Günstig, nicht brennbar, leicht zu verarbeiten und in jeder Stärke verfügbar. Beim sommerlichen Hitzeschutz schwächer als schwere Stoffe.
- Stärke
- Standard, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
- Passt zu
- Zwischensparren, Geschossdecke
Holzfaser
Deutlich schwerer und dadurch spürbar besser gegen sommerliche Hitze: Die Wärme braucht länger, um durch den Aufbau zu wandern. Teurer als Mineralwolle, dafür angenehm im ausgebauten Dachgeschoss.
- Stärke
- bester Hitzeschutz im Sommer
- Passt zu
- Aufsparren, bewohntes Dachgeschoss
PUR und PIR
Hartschaumplatten mit der höchsten Dämmwirkung pro Zentimeter. Die Wahl, wenn die Aufbauhöhe knapp ist, etwa wenn die Anschlusshöhe am Nachbargebäude nicht überschritten werden darf.
- Stärke
- dünnster Aufbau bei gleicher Wirkung
- Passt zu
- Aufsparren bei begrenzter Höhe
Einblasdämmstoff
Zellulose oder loses Granulat, das fugenlos in vorhandene Hohlräume eingeblasen wird. Erreicht Stellen, an die man mit Platten nicht herankommt, und ist in einem Tag verarbeitet.
- Stärke
- schnellste Umsetzung ohne Abtrag
- Passt zu
- geschlossene Hohlräume

Anzeichen erkennen
Woran Sie erkennen, dass sich eine Dämmung lohnt
Trifft mehreres davon zu, zahlt die Maßnahme sich über die Heizkosten mit – und der Sommer unterm Dach wird nebenbei erträglich. Das Nachsehen kostet Sie bei uns nichts.
- Im Sommer wird es unterm Dach unerträglich warm
- Die Räume kühlen im Winter schnell aus
- Der Heizkörper im Dachgeschoss läuft dauerhaft auf Anschlag
- Auf dem Dach schmilzt der Schnee schneller als beim Nachbarn
- Zwischen den Sparren ist gar kein Dämmstoff sichtbar
- Die vorhandene Dämmung ist verrutscht oder zusammengesackt
- Der Spitzboden ist unbeheizt und die Decke ungedämmt
- Das Dach soll ohnehin neu gedeckt werden
Ablauf
So läuft eine Dämmung ab
Aufnahme
Wir sehen uns den vorhandenen Aufbau an, messen die Sparrenhöhe und prüfen, ob Feuchte im Holz steckt.
Variante wählen
Sie bekommen zwei bis drei Wege mit Aufwand, Wirkung und Kosten – inklusive Hinweis auf mögliche Förderung.
Ausführung
Dämmstoff einbringen, Dampfbremse verlegen, Anschlüsse verkleben. Bei Einblasdämmung meist an einem Tag.
Nachweis
Abnahme, Dokumentation der Materialien und Fachunternehmererklärung für Ihren Förderantrag.
Häufige Fragen
Häufige Fragen zur Dachdämmung
Was kostet eine Dachdämmung?
Bin ich verpflichtet zu dämmen?
Gibt es Förderung dafür?
Von innen oder von außen dämmen?
Hilft eine Dämmung wirklich gegen die Sommerhitze?
Kann durch die Dämmung Schimmel entstehen?
Wir schauen uns Ihren Dachaufbau an
Aufnahme vor Ort, zwei bis drei Varianten mit Kosten und Wirkung, dazu ein Hinweis auf mögliche Förderung – kostenlos und unverbindlich.