Steildach in Berlinneu eindecken, sanieren, reparieren

Vom einzelnen gerutschten Ziegel bis zur kompletten Neueindeckung mit Dämmung: Wir arbeiten an Steildächern jeder Neigung und mit allen gängigen Deckmaterialien – auf Altbau, Reihenhaus und Gewerbeobjekt.

Meisterbetriebnach den Regeln des Dachdeckerhandwerks
24 h Rückmeldungbei akuten Schäden am Dach
Kostenloser DachcheckBegutachtung und Angebot ohne Kosten
Festpreisschriftlich, bevor die erste Latte fällt

Steildach im Überblick

Kein Berliner Steildach gleicht dem anderen

Gründerzeitbauten tragen meist Biberschwanz oder Falzziegel auf schlanker Lattung, Siedlungshäuser der Nachkriegszeit Betondachsteine, viele Anbauten schlicht Bitumenschindeln. Welcher Aufbau bei Ihnen liegt, entscheidet darüber, ob eine Reparatur reicht oder der Aufbau von der Lattung an neu muss. Deshalb steht am Anfang immer ein Blick unter die Deckung, nicht ein Pauschalangebot.

  • Deckung: gerissene, poröse oder verrutschte Ziegel und Firstverlegung
  • Unterdeckung: Zustand von Unterspannbahn und Konterlattung
  • Dachstuhl: Sparren, Auflager und Feuchtespuren im Holz
  • Anschlüsse: Kehlen, Ortgang, Schornstein und Wandanschlüsse
  • Entwässerung: Rinnen, Fallrohre und Traufblech
Zwei Dachdecker beim Eindecken eines Steildachs mit anthrazitfarbenen Ziegeln auf neuer Lattung
Ziegeldeckung

Leistungsumfang

Was wir am Steildach machen

Von der einzelnen Schadstelle bis zum kompletten Neuaufbau – in jeder Kombination und mit einem Ansprechpartner.

Neueindeckung

Die alte Deckung kommt komplett herunter, darunter entsteht ein neuer Aufbau: Unterspannbahn, Konterlattung, Traglattung und dann die neue Eindeckung. Alle Anschlüsse an Schornstein, Gauben und Wand werden dabei mit erneuert, ebenso Traufblech und Rinneneinlauf. Der Vorteil gegenüber jeder Teillösung: Die Lebensdauer des Dachs fängt wieder bei null an, und Sie können bei dieser Gelegenheit Dämmung, neue Dachfenster oder die Vorbereitung für eine spätere Photovoltaikanlage ohne zusätzliches Gerüst mitplanen. Welches Material auf welche Fläche kommt, halten wir vorab schriftlich fest.

  • Abtrag und Entsorgung der alten Deckung
  • Unterspannbahn, Konter- und Traglattung
  • Eindeckung inklusive First, Grat und Ortgang
  • Neue Verwahrungen an allen Anschlüssen
  • Gerüst, Container und Entsorgung inklusive

Umdeckung

Wenn die Ziegel noch gut sind, das Darunter aber nicht: Wir nehmen die Deckung vorsichtig ab, lagern sie auf der Baustelle zwischen, erneuern Unterdeckung und Lattung und decken mit dem vorhandenen Material wieder ein. Das spart Materialkosten, erhält die gewohnte Optik des Hauses und ist bei denkmalgeschützten Fassaden oft der einzige Weg, weil sich alte Ziegelformate heute nicht mehr beschaffen lassen. Ob Ihre Ziegel das mitmachen, sehen wir beim Dachcheck: Poröse, gerissene oder stark verwitterte Steine sortieren wir aus und ersetzen sie durch passendes Ersatzmaterial.

  • Prüfung, ob die Ziegel wiederverwendbar sind
  • Vorsichtiger Abtrag und Zwischenlagerung
  • Neue Unterdeckung und Lattung darunter
  • Ersatzmaterial für Bruch und Verschnitt
  • Spürbar günstiger als eine Neueindeckung

Reparatur und Sturmschaden

Nach einem Sturm oder bei einer einzelnen undichten Stelle zählt die Geschwindigkeit. Wir sichern die Schadstelle kurzfristig ab, damit kein Wasser ins Gebälk zieht, und reparieren anschließend dauerhaft. Typische Fälle sind gebrochene oder verrutschte Ziegel, gelöste Firstziegel nach Frost, undichte Wandanschlüsse und Schäden an der Verwahrung rund um den Schornstein. Für die Versicherung dokumentieren wir den Schaden mit Fotos, bevor wir etwas verändern – das erspart Ihnen später Diskussionen über den Umfang.

  • Rückmeldung bei akuten Schäden binnen 24 Stunden
  • Notsicherung mit Plane oder Ersatzziegel
  • Austausch gebrochener und verrutschter Ziegel
  • Abdichtung undichter Anschlüsse und Kehlen
  • Fotodokumentation für die Versicherung

Dachstuhl und Holzschutz

Ist die Deckung erst einmal ab, sieht man, wie es dem Holz wirklich geht. Wir prüfen Sparren, Auflager und besonders die Fußpunkte an der Traufe auf Fäulnis, Feuchtespuren und Schädlingsbefall – dort sammelt sich über Jahrzehnte das Wasser, das durch undichte Stellen gelaufen ist. Geschädigte Hölzer tauschen wir aus oder laschen sie an, bevor neu gedeckt wird. Alles andere hieße, ein neues Dach auf eine marode Unterkonstruktion zu setzen. Soll später schwereres Material aufs Dach, schätzen wir vorab ein, ob die Statik das trägt.

  • Sichtprüfung von Sparren, Auflagern und Fußpunkten
  • Austausch oder Anlaschen geschädigter Hölzer
  • Vorbeugender Holzschutz, wo er sinnvoll ist
  • Statische Einschätzung vor schwererem Deckmaterial
  • Hinzuziehen eines Statikers bei größeren Eingriffen

Unterdeckung und Dämmung

Der günstigste Zeitpunkt für eine Dämmung ist die Neueindeckung, weil das Gerüst ohnehin steht und das Dach offen ist. Nachträglich kostet dieselbe Maßnahme deutlich mehr. Je nach Ausbauzustand kommt Zwischensparren-, Aufsparren- oder Einblasdämmung in Frage: Ist der Dachboden bereits ausgebaut, arbeiten wir von außen, damit die Innenverkleidung bleiben kann. Wichtig ist neben der Dämmstärke die luftdichte Ebene mit sauberen Anschlüssen an Wände, Fenster und Durchdringungen – dort entstehen sonst Wärmebrücken und Feuchteschäden.

  • Unterspannbahn oder feste Unterdeckplatte
  • Zwischensparren-, Aufsparren- oder Einblasdämmung
  • Luftdichte Ebene und saubere Anschlüsse
  • Abstimmung mit Energieberatern bei Förderung
  • Deutlich kühlere Räume im Sommer

Anschlüsse und Blecharbeiten

Die meisten Undichtigkeiten entstehen nicht in der Fläche, sondern an den Übergängen. Kehlen, Schornsteinverwahrungen, Gaubenwangen, Ortgang und Traufe fertigen wir in Zink, Kupfer oder Aluminium an und passen sie vor Ort ein. Gekantet wird nach Maß, gelötet statt nur geklebt – Klebeverbindungen halten der Berliner Witterung auf Dauer nicht stand. Beim Material achten wir darauf, dass Verwahrung, Rinne und Fallrohr zusammenpassen, weil sich verschiedene Metalle in Verbindung mit Wasser gegenseitig angreifen.

  • Kehlbleche und Wandanschlussbleche nach Maß
  • Schornstein- und Gaubenverwahrung
  • Ortgang, Traufblech und Rinneneinlauf
  • Verlötete statt geklebte Verbindungen
  • Material passend zu Rinne und Fallrohr

Deckmaterialien

Welches Deckmaterial passt auf Ihr Dach?

Dachneigung, Statik, Umgebung und im Altbau oft auch der Denkmalschutz grenzen die Auswahl ein. Diese vier Materialien decken den größten Teil unserer Berliner Aufträge ab.

Tonziegel

Der Klassiker auf dem Berliner Altbau, als Biberschwanz oder Falzziegel. Farbecht, unempfindlich gegen Moos und in vielen Formaten auch für denkmalgeschützte Dächer verfügbar.

Lebensdauer
meist 50 Jahre und mehr
Passt zu
Altbau, Sanierung im Bestand

Betondachstein

Günstiger in der Anschaffung, dafür schwerer – die Statik des Dachstuhls muss das tragen. Große Formate lassen sich zügig verlegen, die Oberfläche verwittert mit den Jahren sichtbar.

Lebensdauer
rund 40 Jahre
Passt zu
Siedlungs- und Reihenhäuser

Schiefer

Aufwendig in der Verlegung und entsprechend im Preis, dafür extrem langlebig und optisch schwer zu ersetzen. Häufig bei repräsentativen Altbauten und Turmdächern.

Lebensdauer
60 Jahre und mehr
Passt zu
Denkmal, Gauben, Turmdächer

Bitumenschindeln

Leicht, günstig und auch bei geringer Dachneigung einsetzbar, wo Ziegel nicht mehr dicht halten. Bei Gartenhäusern, Carports und Anbauten oft die sinnvollste Lösung.

Lebensdauer
rund 25 Jahre
Passt zu
Nebengebäude, flache Neigungen
Beschädigtes Ziegeldach mit gebrochenen und fehlenden Dachziegeln
Schadensbild

Anzeichen erkennen

Woran Sie erkennen, dass Ihr Steildach Aufmerksamkeit braucht

Wenn mehrere dieser Punkte zutreffen, lohnt sich ein Blick aufs Dach, bevor Feuchtigkeit ins Gebälk zieht. Das Nachsehen kostet Sie bei uns nichts.

  • Feuchte Flecken oder Wasserränder auf dem Dachboden
  • Ziegel liegen sichtbar schief oder fehlen ganz
  • Ziegelbruchstücke in der Dachrinne oder im Garten
  • Zugluft und Lichteinfall im Spitzboden
  • Starke Vermoosung, besonders auf der Nordseite
  • Deutlich abblätternde Oberfläche der Dachsteine
  • Im Sommer staut sich die Hitze unterm Dach
  • Die letzte Eindeckung liegt mehr als 40 Jahre zurück

Ablauf

So läuft eine Neueindeckung ab

1

Dachcheck

Wir sehen uns Deckung, Unterdeckung und Dachstuhl an – auch von innen, wenn der Boden zugänglich ist.

2

Angebot

Sie erhalten den geplanten Aufbau, das Material und den Terminrahmen schriftlich, mit einzelnen Positionen.

3

Gerüst und Abtrag

Gerüst und Container stehen, die alte Deckung kommt herunter. Offene Flächen werden abends gesichert.

4

Aufbau und Abnahme

Unterdeckung, Lattung, neue Eindeckung, Anschlüsse. Zum Schluss gehen wir das Ergebnis gemeinsam ab.

Häufige Fragen

Häufige Fragen zum Steildach

Was kostet eine neue Steildacheindeckung?
Das hängt an der Dachfläche, der Dachform, dem Deckmaterial und daran, ob Lattung, Unterdeckung oder Dämmung mit erneuert werden. Ein Satteldach ohne Gauben ist deutlich günstiger als ein Walmdach mit Kehlen und Dachfenstern. Eine belastbare Zahl nennen wir Ihnen nach dem Dachcheck – vorher wäre es geraten.
Wie lange dauert die Neueindeckung eines Einfamilienhauses?
In der Regel ein bis zwei Wochen, Gerüstauf- und -abbau eingerechnet. Kommen Dachstuhlarbeiten, Gauben oder eine Aufsparrendämmung dazu, wird es länger. Das Wetter bestimmt den Takt mit, deshalb planen wir Puffer ein.
Können wir während der Arbeiten im Haus wohnen bleiben?
Ja. Das Dach ist nie länger offen als nötig, wir decken Flächen zum Feierabend ab und arbeiten von außen. Laut wird es zeitweise trotzdem, vor allem beim Abtragen der alten Deckung.
Kann ich meine alten Ziegel weiterverwenden?
Wenn sie nicht porös oder gerissen sind, oft ja – das nennt sich Umdeckung. Wir nehmen die Ziegel vorsichtig ab, erneuern Unterdeckung und Lattung und decken mit dem alten Material wieder ein. Für Bruch und Verschnitt sollte Ersatzmaterial verfügbar sein, was bei sehr alten Formaten nicht immer klappt.
Muss ich bei einer Neueindeckung auch dämmen?
Wird ein beheizter Dachraum vollständig neu gedeckt, greifen die Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes an den Wärmeschutz. Bei einem unbeheizten Spitzboden ist stattdessen häufig die Dämmung der obersten Geschossdecke der einfachere Weg. Was in Ihrem Fall gilt, klären wir beim Ortstermin.
Was passiert, wenn es während der Bauzeit regnet?
Wir öffnen immer nur so viel Fläche, wie an einem Tag wieder geschlossen werden kann, und sichern den Rest mit Planen. Die Unterdeckung schützt zusätzlich. Bei angekündigtem Starkregen verschieben wir den Abtrag lieber, als das Risiko einzugehen.

Wir sehen uns Ihr Steildach an

Begutachtung vor Ort, ehrliche Einschätzung und ein schriftliches Festpreisangebot – kostenlos und unverbindlich.